Denk­weise eines Entre­pre­neurs, Teil 2

von Oleg

Fah­ren wir fort: Wich­tig zu ver­ste­hen und zu ver­in­ner­li­chen ist, dass ei­ne in­no­va­ti­ve Tech­no­lo­gie kein Kon­zept dar­stellt und dem­entspre­chend kei­ne Ga­ran­tie zur er­folg­rei­chen Un­ter­neh­mens­grün­dung schafft. Ein un­ter­neh­me­ri­sches Kon­zept dient als Bin­de­glied zwi­schen der Idee, ei­nem For­schungs­er­geb­nis, neu­er Tech­no­lo­gie und dem wirt­schaft­li­chen Er­folg.

Das ei­ge­ne Kon­zept muss noch vor der Grün­dung im Mit­tel­punkt der ei­ge­nen Ver­ant­wor­tung ste­hen. Durch den Auf­schwung des In­ter­nets er­hiel­ten vie­le Un­ter­neh­men in den Jah­ren 1994-2005 ei­nen wirt­schaft­li­chen Pro­fit. Da­bei wur­de ge­häuft der Feh­ler be­gan­gen, dass aus­schlie­ß­lich das Ka­pi­tal und das Ma­nage­ment zum Er­folg ver­hel­fen. Das hat­te zur Fol­ge, dass vie­le die­ser Un­ter­neh­men ih­re wirt­schaft­li­che Tä­tig­keit nie­der­le­gen muss­ten. Ei­ni­ge Men­schen be­gin­nen die Un­ter­neh­mens­grün­dung so­bald sie ein ge­wis­ses Roh­ma­te­ri­al in die Hän­de be­kom­men. Hier­zu zäh­le ich Pro­duk­te, die zu pa­ten­tie­ren sind, oder in­no­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en.

Vor der Un­ter­neh­mens­grün­dung müs­sen sich die­se Leu­te je­doch erst ge­wis­se Fä­hig­kei­ten, Sicht­wei­sen und Denk­wei­sen an­eig­nen. Je­der, der den Schritt der Un­ter­neh­mens­grün­dung be­schrei­ten möch­te, muss zu­nächst ein Ge­spür für die Be­dürf­nis­se des Käu­fers und ein Ver­ständ­nis über die Markt­ent­wick­lung ent­wi­ckeln. So­bald die Ei­gen­schaf­ten der Denk­wei­se ei­nes En­tre­pre­neurs vor­han­den sind, ent­wi­ckeln man die Fä­hig­keit die Welt, den Markt und die Wirt­schaft aus ei­nem ganz an­de­rem Blick­win­kel zu be­trach­ten. Das ver­hilft ei­nem in je­der wirt­schaft­li­chen Ni­sche Po­ten­ti­al aus­fin­dig zu ma­chen.

Als nächs­tes muss das ent­deck­te Po­ten­ti­al noch ge­formt wer­den. Das dient da­zu, dass der Markt die­se Er­run­gen­schaft als wich­tig emp­fin­det und dem­entspre­chend dar­auf re­agiert. Zu­gleich muss das Be­wusst­sein des En­tre­pre­neurs so funk­tio­nie­ren, dass er er­kennt was wirk­lich ei­nem Wert ent­spricht. Denn man­che Kon­zep­te oder Ide­en sind mehr Schein als Sein. Das be­deu­tet für den Un­ter­neh­mer, dass er den Schein er­ken­nen bzw. hin­ter die Ku­lis­sen schau­en kön­nen muss. An­sons­ten len­ken die­se fal­schen „Trüf­fel“ von der ei­gent­li­chen Fähr­te ab.

Zu frü­he­ren Zei­ten herrsch­te ein an­ge­bots­ori­en­tier­ter Markt. Nach­dem die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten mit­hil­fe der Ent­wick­lung von Tech­no­lo­gi­en ge­meis­tert wur­den und nun so­gar Über­ka­pa­zi­tä­ten herr­schen, ver­än­der­te sich der Markt hin zu ei­nem nach­fra­ge­ori­en­tier­ten Markt. Nun liegt die Haupt­auf­ga­be dar­in die Psy­cho­lo­gie der Märk­te und ih­re Ver­än­de­run­gen ein­schät­zen zu kön­nen. Hin­zu­kommt der ra­sche tech­no­lo­gi­sche Wan­del. Das be­deu­tet, man muss das ei­ge­ne Kon­zept un­ter der Be­rück­sich­ti­gung von drei Kom­po­nen­ten aus­ar­bei­ten: Aus­schlie­ß­lich Ka­pi­tal und Ma­nage­ment bil­den kein Er­folgs­kon­zept, Po­ten­ti­al muss er­kannt wer­den und mit der Er­kennt­nis rech­nen, dass der Markt nach­fra­ge­ori­en­tiert funk­tio­niert.Das erhöht Ih­re Chan­ce auf ein er­folg­rei­ches Un­ter­neh­men.

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